PKV Wechsel für Rentner
Rentner haben es in der privaten Krankenversicherung schwer: Obwohl sie zu den ältesten und treusten Kunden der Versicherungsunternehmen gehören, werden sie Opfer von ausufernden Beitragserhöhungen. Mit den Jahren müssen so häufig Beiträge gezahlt werden, jenseits von 500,-€, in einigen Fällen verschlingt die private Krankenvollversicherung sogar bis zu 800-900,-€ monatlich. Bei einer Durchschnittsrente von 1300,-€ sind diese Kosten für Versicherte nicht mehr zu tragen.
Auf den ersten Blick haben Rentner allerdings keine Möglichkeit diesen Beitrag zu reduzieren: Die Gesellschaften wissen, dass auf Grund des hohen Alters und etwaiger Vorerkrankungen ein Wechsel zu einer anderen Versicherung nicht möglich ist.
Was viele Rentner allerdings nicht wissen ist das gesetzlich vorgeschriebene Wechselrecht: Jeder Privatversicherte darf innerhalb seiner Gesellschaft den Tarif wechseln. Hier gibt es zwar einige Fallstricke zu beachten, aber bei einem richtig durchgeführten Tarifwechsel ergeben sich Einsparungen von mehreren hundert Euros monatlich - bei einem gleichwertigen, wenn auch nicht identischen Leistungsumfang.
Den Versicherungsgesellschaften ist so ein PKV Tarifwechsel natürlich ein Dorn im Auge, da sie gerne möchten, dass alte und kranke Versicherte weiterhin die hohen monatlichen Beiträge bezahlen. Somit versuchen Sie mit aller Kraft den PKV Tarifwechsel zu verhindern. Nur wenige Gesellschaften spielen fair, so etwa die LKH, die Barmenia und die HUK-Coburg. Negativbeispiele sind beispielsweise die Allianz, die den internen Tarifwechsel für Ihre Versicherten so schwer gestaltet wie kaum eine andere Gesellschaft. Gesetzlich ist der Wechsel klar geregelt, nur ist das für den Laien kaum durchsetzbar.
Wer als Rentner seine PKV wechseln möchte sollte sich bei der Verbraucherzentrale, bei einem spezialisierten Versicherungsberater oder beim Unternehmen WIDGE melden, die sich auf den Tarifwechsel spezialisiert haben.